Biskuitrezept

Der eine Teig, der sicher gelingt

Über die Schwierigkeiten glutenfrei zu backen, die selbst Backprofis erleiden, habe ich schon mehrmals geschrieben (zum Beispiel in meinem Interview mit Tanja Gruber). Nun muss ich zugeben: Ganz stimmt das nicht. Es gibt eine Ausnahme. Es gibt einen Teig, der sogar fast besser mit glutenfreiem Mehl klappt, als mit glutenhaltigem. Und das sagt jemand, der es wissen muss. Meine Mama nämlich.

Und sie hatte es wirklich nicht leicht. Ich wurde ja schon als Kleinkind diagnostiziert und das Anfang der 80er Jahre. Zu dieser Zeit war „glutenfrei“ niemandem ein Begriff, Zöliakie ein Wort, das manche nicht mal aussprechen konnten. Meine Mutter bestellte teure Spezialmehle für mich um Dinge zu backen, die meist schon beim Ansehen zerbröselten oder die als Waffe einsetzbar gewesen wären. Ich habe natürlich trotzdem alles mit großer Freude gegessen. In den Anfangsjahren war alles, was ich essen durfte und wo es nicht hieß „Du darfst nicht“ ein Grund zur Freude. Aber es gibt einen Teig, den meine Mutter heute noch am liebsten mit glutenfreiem Mehl macht (selbst wenn ich gar nicht davon esse). Einfach deshalb, weil er besser gelingt. Es ist: Biskuit-Teig. Und deshalb verrate ich euch das Grundrezept von meiner Mama.

 

Zucker

 

Zutaten:

  • 6 bis 8 Eier
  • pro Ei einen gehäuften Esslöffel Zucker
  • pro Ei einen gehäuften Esslöffel Mehl (meiner Meinung nach am Besten geeignet: Kuchen und Kekse Mix C von Schär)
  • ein Löffel Öl

 

Biskuitteig

 

Zubereitung:

  • Eiklar steif schlagen
  • Zucker nach und nach einrühren
  • vorsichtig Dotter untermischen
  • Mehl sieben und einrühren
  • Öl langsam einrühren
  • in die Kuchenform oder auf das Blech und bei 180 Grad 10 bis 15 Minuten backen
  • Mit Holzstäbchen testen, ob der Teig durch ist!

 

Das Tolle an diesem Löffelbiskuit ist, dass es sehr fein ist, flaumig wird und wirklich schnell geht. Biskuit kann vielseitig verwendet werden: Als Roulade, als Grundlage für Blechkuchen wie Bananenschnitten, als Boden für Obsttorten und vieles mehr. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt!

Gutes Gelingen!

Biskuittorte

 

7 thoughts on “Der eine Teig, der sicher gelingt

  1. Den Teig muss ich auch mal ausprobieren. Ich habe zwar das Glück, dass ich „nur“ auf Weizen verzichten muss und selbst das vertrage ich ab und zu in kleineren Mengen, aber mittlerweile habe ich mich immer mehr mit Alternativen angefreundet, so dass ich eigentlich problemlos auf Weizen verzichten kann.
    Seit ich bewusst auf Weizen verzichte, habe ich mich allerdings noch nicht an einen Biskuit-Teig heran gewagt, da ich Bedenken hatte, dass er nichts wird. Das wird sich mit deinem Rezept bald ändern. Danke dafür.
    LG Melli

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