Von Allergenen, Möbeln und Krimskrams, viel Krimskrams

Manchmal komme ich mir ja vor, als wäre ich die Allergenverordnungs-Kontrollorin oder sogar -Inquisitiorin. Diese Verordnung ist ja nicht unbedingt beliebt, bei manchen Gastronomen sogar regelrecht verhasst. Ich als Zöliakie-Betroffene finde sie hingegen durchaus positiv (mehr dazu in diesem Blogpost: „Die Allergenverordnung und was davon zu halten ist“). Und ja, wenn ich eine Speisekarte ansehe, halte ich zuerst nach der Allergen-Kennzeichnung Ausschau – egal, wo wir essen.

So begab es sich, dass ich es doch wiedereinmal schaffte, den Mann an meiner Seite zu einem Besuch im schwedischen Möbelhaus zu überreden. Sein Plan: möglichst schnell die Sachen auf der Liste zusammensuchen. Mein Plan: auch ein bisschen schauen, stöbern und dann auch finden, was man eigentlich nicht brauchte, aber jetzt – wo man es sieht – doch unbedingt kaufen muss. Und weil sich mein Plan durchsetzte und wir doch mehrere Stunden zwischen Billy und Co. herumstreunten, meldete sich irgendwann auch der Hunger.

Im Ikea-Restaurant natürlich mein erste Blick auf die Tafeln, auf denen die Speisen angepriesen wurden. Von Allergenkennzeichnung keine Spur. Also frage ich nach, wo denn diese ausgewiesen seien. Man zeigte mir einen aufliegenden Ordner, in dem sei alles zu finden. Ich schnappte mir den, suchte einen Platz und begann zu blättern. Eindeutiger Pluspunkt: eine so ausführliche und detaillierte Auflistung habe ich noch nie gesehen. Nicht nur die Speisen, sondern auch die Speisen in allen Einzelteilen, Varianten und Kombinationen waren angeführt. Das Problem daran ist aber, dass man schlichtweg überfordert ist. Vor allem weil es auch etwas braucht, bis man das System durchschaut hat, dass ein und das selbe Gericht mehrmals vorkommt. Einmal mit Soße, einmal ganz ohne alles, einmal mit anderen Beilagen,…

Der Mann an meiner Seite wurde schon etwas ungeduldig. Dass schon der ganze Möbelhausbesuch sich in die Länge zog, war ja noch zu verkraften. Aber auch noch ewig auf das Essen warten müssen? Ja, ich sehe ein, das  ist zuviel verlangt. Also entschied ich mich für Gemüsebällchen (bekommt man übrigens selten glutenfrei) mit Pommes. Bei der Selbstbedienungstheke zeigte sich aber dann, dass die Mappe zwar schön und gut ist, das Personal aber vielleicht noch Aufholbedarf hat. Denn bei der Bestellung wurde ich gefragt, ob ich den Soße dazu wollte. Und obwohl ich die Mappe wirklich ausführlich studiert hatte, fiel mir adhoc nicht ein, ob diese auch glutenfrei war. Also fragte ich nach und bekam als Antwort „Das weiß ich nicht“. Hmmm, auch nicht ideal. Vor allem weil die Bällchen, wie ich bei Tisch feststellte, durchaus Soße vertragen hätten.

Aber gut, wir wollten auch Möbel (und Krimskrams, viel Krimskrams!) kaufen, da steht das Essen eigentlich nicht im Vordergrund. Oder nicht ganz. Denn vor dem Ausgang ist ja dann noch der Shop. Und dort jubiliert das Zöli-Herz schon nocheinmal. Vor allem beim Anblick diese Kühltruhe:

Musste ich leider wieder zuschlagen. Und mir war klar, dass ich den Mann an meiner Seite zuhause mit etwas Süßem bei Laune halten musste. Immerhin wartete noch das Zusammenbauen der Möbel auf uns  😉

 

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